Der BC Vienna zeigte Gmunden den Meister

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Der österreichische Basketballmeister 2021/22 heißt BC Vienna. Das Star-Ensemble aus der Hauptstadt gewann das vierte Superliga-Finale vor 1200 Fans in der Volksbank-Arena gegen die Swans Gmunden 86:60 (45:38) und die Best-of-5-Serie damit 3:1.
Für die Wiener ist es der zweite Titel nach 2013 und das erste Double in der Vereinsgeschichte. Das Team von Trainer Aramis Naglic hatte zuvor bereits den nationalen Cup gewonnen.
Gmunden ist entthront, trotzdem dürfen die Korbjäger aus dem Salzkammergut auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Es lag durchaus im Bereich des Möglichen, die Aufholjagd fortzusetzen und den Showdown neuerlich zu verlängern und in ein alles entscheidendes Spiel 5, das am Samstag in Wien stattgefunden hätte, zu führen. „Wir haben zu viele Eigenfehler gemacht“, urteilte Toni Blazan.
Die „Schwäne“ strotzten zwar vor Energie, man merkte ihnen aber auch die Drucksituation an. Diese Unbekümmertheit vom Samstag, als die Gmundner einen 107:86-Kantersieg auf gegnerischem Territorium gefeiert hatten, war weg.
Die Mannschaft von Coach Anton Mirolybov lief praktisch von der ersten Sekunde an hinterher, so etwas kostet sehr viel Kraft. Außerdem wollten die Bälle nicht so fliegen, wie sie sollten. Zum Beispiel bei Carlos Novas Mateo, der im dritten Finale mit 26 Punkten der Man of the Match gewesen war. Diesmal gelang ihm fast nichts. Die Oberösterreicher leisteten sich in diesem intensiven Kräftemessen zu viele Ballverluste. Am Ende wurde es ein empfindliches Debakel.
So etwas bestraft ein Team von der Qualität des BC Vienna gnadenlos. Vor allem Nationalspieler Bogic Vujosevic trug die Wiener mit seiner Souveränität, seinem Passspiel und seinen Wurfqualitäten durch viele heikle Phasen. „Wir wussten, dass es eine schwierige Serie sein würden. Es ist schön, dass wir so zurückgekommen sind“, betonte der 29-Jährige.

Auch eine Regenunterbrechung (ja, so etwas kann auch in einer Halle vorkommen) vermochte die „Gold-Burschen“ nicht zu stoppen. Durch eine geöffnete Luke tropfte Regenwasser auf das Parkett, Swans-Geschäftsführer Richard Poiger betätigte sich sogar als „Wischer“. Das Match war fünf Minuten gestoppt, die Emotion unverändert hoch.
Gegen Ende des dritten Viertels fiel die Vorentscheidung, die Wiener zogen auf und davon. „Es war trotzdem eine gute Saison“, sagte Poiger.
Die Spielzeit 2022/23 wirft ihre Schatten schon voraus. Die Gmundner werden wie im Vorjahr im Europacup anzutreten, die heimische Superliga wird nach Prüfung der Lizenzunterlagen von zwölf auf 14 Klubs aufgestockt. Die Vienna Timberwolves bleiben erstklassig, weil sie die „Wild Card“ zogen. Neu an Bord sind die Aufsteiger Fürstenfeld Panthers (Meister der 2. Liga) und BBC Nord Dragonz aus Eisenstadt.
Die zweite Liga erhält Zuwachs aus Oberösterreich: Das Nachwuchsprojekt der Swans Gmunden, der Raiffeisen Flyers Wels und des FCN Wels fand Aufnahme. So können Talente effektiver an die Spitze herangeführt werden. Ein guter Move. 
„Es freut uns extrem, dass nach dem Future Team Steiermark nun eine zweite Mannschaft zur Förderung des Nachwuchses eingestiegen ist“, sagte Liga-Geschäftsführer Johannes Wiesmann.

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